heute2008


September 2008

 

Heute, nach all den Jahren in den ich dachte ich wäre gerettet und nichts könnte mich mehr umhauen, hat mich meine Vergangenheit wieder eingeholt.

Mein kleiner Sohn ist im letzten Jahr an Epilepsie erkrankt. Hinzu kommt eine leichte Form von Autismus.

Unsere Pflegekinder sind wieder ausgezogen. Die Sorge, den Kummer und die Angst um mein Kind haben mich selber krank gemacht. Ich fühle wieder die alte Einsamkeit, wünsche das meine Mutter da wäre! Ich verstehe nun zumindest meinen Stiefvater und warum ich dort ausziehen musste. Er war überfordert und hat eine Entscheidung für sich und für mich getroffen. Damit hat er Verantwortung übernommen. Es hat mich total erschreckt, das sich meine Geschichte nun auch bei meinen Pflegekindern wiederholt und sie auch ausziehen mussten. Dabei wollte ich alles besser machen..... Ich wollte Ihnen Geborgenheit und ein Zuhause geben. Doch ich habe gemerkt, das dieses blöde Sprichwort:"Blut ist dicker als Wasser", sehr zutreffend ist. Ich muss in erster Linie für meine Kinder da sein und für mich sorgen(wie es schon Jorgos sagte).

Ich habe mich mal wieder so oft nach dem "Warum" gefragt, aber es gibt natürlich keine Antwort. Also, setze ich mich auch mit dieder Herausforderung auseinander. Fahre auf Workshops, gründe eine Selbsthilfegruppe, lese, lese,....

Im Moment geht es meinem kleinen Schatz wieder besser und wir geniessen es. Wir wissen ja nicht für wie lange.....

 

Es wird schon wieder, wieder, wieder wie was?!
Wieder wie vorher?! Es wird nie wieder wie vorher! Irgentwann wird es, aber nicht wieder!

 

09.11.2008

Am 05.11. ist meine liebe Freundin und Nachbarin auch zu den Sternen gegangen. Ich war in einem Teppichgeschäft als ich die Nachricht über ihren so plötzlichen und so sinnlosen Tod erhielt und habe natürlich keinen Teppich gekauft. Ich bin weinend aus dem Geschäft und habe nur gedacht das kann und darf nicht sein. Bis ich zu Hause war, habe ich nur geweint. Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf...... wieder 2 Kinder die ohne ihre Mama aufwachsen müssen(und ich weiß wie weh das tut), ein Mann plötzlich ohne seine Frau die er liebt, wir wollten noch so viel gemeinsam machen. Wieder frage ich mich nach dem WARUM?

Ich hoffe, das es Dir liebe Kerstin gut dort oben geht. Donnerstag ist die Beerdigung. Das wird schwer......

 

Dieses Wochenende haben wir mit Eltern Epilepsie kranker Kinder verbracht und ich habe mich dort so wohl gefühlt. In den letzten Wochen ziehe ich mich immer mehr von meinen Freunden aus meinem "alten Leben" zurück. Wir haben nur noch wenige gemeinsame Interressen und ich habe mich oft gefragt ob das normal ist. An diesem Wochenende habe ich die Antwort bekommen. Ja, es ist normal, ich bin normal. Ich muss und werde mich neu orientieren müssen um mich in meinem "neuen Leben" zurecht zu finden um diese scheiß, sinnlose Krankheit zu akzeptieren. Die Gesellschaft meiner Leidensgenossen hat mir gut getan und Kraft gegeben. Denn eins habe ich in den letzten Monaten gelernt: Keiner kann mir geben was ich brauche, ich muss da alleine durch!
 

 

 

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